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Trennungsschmerz: Das sollten Sie auf keinen Fall nach einer Trennung machen.

Fast alle Menschen kennen es - das gähnende Gefühl der Leere, dass nach dem Ende einer Beziehung Besitz von einem ergreift. Diese Zeit ist geprägt durch den Schockzustand, in dem sich die Trauernden befinden. Am liebsten möchten sie sich in ihre Decke einmummeln und vergraben. Sie möchten sich von ihrer Umwelt abschotten und am liebsten tagelang regungslos daliegen. In den meisten Fällen ist es dabei unerheblich, von welchem Partner die Trennung ausgegangen ist. Schließlich ist eine Trennung niemals einfach.

Zeit heilt alle Wunden. Dies gilt auch für jeden noch so schweren Trennungsschmerz. Doch auch wenn die Zeit hilft, die seelischen Verletzungen zu überwinden, kann der Trennungsschmerz ein dornenreiches und dunkles Tal sein. Um ihn möglichst gering zu halten und schnell zu überwinden, gibt es leider kein Patentrezept. Schließlich sind nicht nur alle Beziehungen unterschiedlich, sondern auch ihr Ende muss individuell verarbeitet werden. Trotzdem werde ich Ihnen in diesem Artikel einige allgemeine Hilfestellungen geben, damit Sie möglichst gut über diese schwere Zeit hinwegkommen. Dabei ist es besonders wichtig, dass Sie manche Dinge keinesfalls tun. Denn ansonsten wird der Trennungsschmerz nur unnötig groß.

Versuchen Sie positiv zu bleiben
Ich rate Ihnen nach dem Ende einer Beziehung keinesfalls direkt ein kritisches Gespräch mit sich selbst zu führen. Geben Sie sich nicht selbst die Schuld am Ende Ihrer Beziehung und Ihrer derzeitigen Situation. Denn dadurch stürzen Sie nur noch weiter in den negativen Strudel der Schmerzen und Selbstzweifel. Natürlich sollten Sie das Ende Ihrer Beziehung analysieren, auch um daraus zu lernen und ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Doch für die kritische Reflexion des Geschehenen bleibt später noch mehr als genug Zeit. Anstatt sich selbst zu zerfleischen, sollten Sie lieber Ihre Emotionen sacken lassen und nicht in der Phase des größten Schmerzes die Schuld bei sich selbst abladen.

Seien Sie selbst ihr bester Freund
Anstatt sich überkritisch mit den eigenen Fehlern auseinanderzusetzen, sollten Sie gut für sich sorgen. Tun Sie sich selbst bewusst etwas Gutes, um überhaupt Kraft schöpfen und dadurch diese schwere Phase überstehen zu können. Versuchen Sie sich selbst so zu behandeln, wie Sie sich auch um Ihren besten Freund oder ihre beste Freundin kümmern würden. Ich rate Ihnen deshalb, dass Sie sich die gleiche Fürsorge zuteilwerden lassen, die Sie auch Ihren Liebsten in einer solchen Situation entgegenbringen würden. Schließlich besteht einer der größten Fehler, den Sie nach einer Trennung begehen können, darin sich selbst zu vernachlässigen und Ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren. Denn nur, wenn Sie auf sich selbst Acht geben, können Sie Kraft tanken und wieder zu sich selbst finden. Achten Sie deshalb neben der richtigen Ernährung besonders auch auf ausreichend Bewegung und genügend Schlaf.

Schotten Sie sich nicht ab, denn geteiltes Leid ist halbes Leid
Fressen Sie Ihre Trauer und Ihren Schmerz nicht in sich hinein. Denn wenn dieser unbewältigt bleibt, kann er Sie von innen zerstören. Sprechen Sie deshalb mit einer Person, der Sie vertrauen, über ihre Situation. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Familienmitglied oder einen langjährigen Freund beziehungsweise Freundin handeln. Wichtig ist lediglich, dass Sie Ihre Gefühle und Gedanken offenbaren können. Sie werden sehen, dass dadurch sehr viel Last von ihnen abfällt. Außerdem können Sie Ihre Trauer so erst richtig verarbeiten, wodurch diese immer weiter abnehmen wird. Sollte in Ihrem direkten Umfeld niemand sein, dem Sie sich offenbaren könnten, sollten Sie trotzdem nicht zu lange alleine sein. Suchen Sie sich in solch einem Fall professionelle Hilfe bei einem Menschen, der Ihre Problematik versteht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen allgemeinen Ratschlägen in dieser schweren Zeit etwas helfen kann. Wenn Sie sie beherzigen, können Sie die quälende Zeit des Trennungsschmerzes hinter sich lassen und schneller verarbeiten.

 

Emanuell Charis.

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